Wenn eine der Parteien mit einer Entscheidung des Gerichts Erster Instanz, einschließlich des Familien- und Jugendgerichts, oder des Unternehmensgerichts nicht einverstanden ist, kann diese Partei beim Appellationshof Berufung einlegen. Der Appellationshof behandelt die Sache dann ein zweites Mal.

Was ist eine Berufung?

Wenn eine der Parteien mit einer Entscheidung des Gerichts Erster Instanz, inklusive des Familien- und Jugendgerichts, oder des Unternehmensgerichts nicht einverstanden ist, kann diese Partei beim Appellationshof Berufung einlegen. Der Appellationshof behandelt die Sache dann ein zweites Mal.

Jede Partei – der Verurteilte, die Zivilpartei, die klagende Partei, die beklagte Partei oder die Staatsanwaltschaft – darf Berufung einlegen, außer in den Fällen, in denen keine Berufung möglich ist.

Wie verläuft eine Berufung?

Eine Berufung in Zivilsachen kann auf verschiedene Arten eingelegt werden:

  • per Gerichtsvollzieherurkunde, zugestellt an die Gegenpartei
  • per kontradiktorischen Antrag, hinterlegt bei der Kanzlei des Appellationshofes
  • in den durch das Gesetz bestimmten Fällen, per Einschreiben
  • per Schlussantrag gegen eine Partei, die bereits Verfahrenspartei in der Berufungsinstanz ist.

Die Berufungsschrift muss gewisse durch das Gesetz bestimmte Vermerke beinhalten sowie innerhalb einer bestimmten Frist eingereicht werden.

Das Berufungsverfahren ist größtenteils dasselbe, wie das Verfahren vor dem ersten Richter.

Eine Berufung in Strafsachen kann durch die Staatsanwaltschaft, die angeklagte Partei, die Zivilpartei, die zivilrechtlich haftende Partei, usw. eingelegt werden.

Eine Berufung durch die Staatsanwaltschaft kann eingelegt werden durch eine Berufungserklärung, eingereicht bei der Kanzlei des Gerichts, welches das Urteil verkündet hat.

Falls Berufung durch die Staatsanwaltschaft des Gerichts eingelegt wird, welches das Berufungsverfahren der Sache behandeln muss, dann muss die Berufung per Gerichtsvollzieherurkunde eingelegt werden.

Die angeklagte Partei sowie die anderen Parteien können ebenfalls Berufung einlegen durch eine Berufungserklärung, eingereicht bei der Kanzlei des Gerichts, welches das Urteil verkündet hat.

Der inhaftierte Angeklagte, kann durch eine Berufungserklärung beim Direktor der Strafeinrichtung Berufung einlegen. Außerdem kann er eine Berufungserklärung bei der Kanzlei einreichen.

Die Berufung muss innerhalb einer durch das Gesetz bestimmten Frist eingelegt werden.

Das Berufungsverfahren ist größtenteils dasselbe, wie das Verfahren vor dem ersten Richter.